Sterbe-Begleitung

Es ist mir ein tiefes Anliegen geworden, Menschen beim Hinübergehen ein kleines Stück ihres letzten Weges begleiten zu dürfen. Es kann im Schweigen geschehen, oder es kann so sein, dass ich ganz leise summe; sehr einfache zarte Melodien oder ich singe nur Vokale. Ein zartes Instrument( Monochord / Mandalaharfe/ Harfe) kann mich und den sterbenden Menschen dabei unterstützen, in eine Stimmung des gemeinsamen Getragenseins miteinander zu kommen.


Es ist mir auch schon einige Male geschehen, dass ich ein sterbendes Tier( eine Katze/  einen Raben/ eine Taube/ einen Grünfink/) in meinen Armen hielt. Ich habe auch da für dieses liebe Wesen - und für mich in meiner Trauer - gesungen.

Auch mit trauernden  Menschen zu singen ist mir ein großer Wunsch. Es entsteht zu diesem Thema in der Zukunft ggf. eine Fährlieder - Singgruppe.

Fährlieder sind Lieder für Übergänge im Leben; nicht nur für die Begleitzeit eines Überganges vom leben zum Tod, , aber in besonderem Maße dafür. Übergänge gibt es bekanntermaßen in vielen Formen, auch wenn z.B. eine lange Beziehung zu Ende geht, oder wenn die Kinder flügge werden und das Elternhaus verlassen.

Es ist bekannt, dass bereits etliche Bestattungsinstitute dazu übergegangen sind, in ihren Räumen ein sogenanntes "Fährliedersingen" anzubieten; als ein Angebot  für die Trauernden, für  Freunde, Hinterbliebene.

Immer ist ja die Begleitarbeit  mit Sterbenden auch eine Arbeit mit den Trauernden, mit den  Hinterbliebenen  oder den Angehörigen, die den Prozess des Abschieds begleiten. So ist zu lesen im Jubiläums - Magazin der  Hospizgruppe Metzingen:  " Zehn Jahre Hospizarbeit ...bedeutet, dass sterbende und trauernde Menschen jemanden auf ihrem schweren Weg an ihrer Seite wussten....Hospiz gestaltet das Zusammenleben einer Gesellschaft, verändert Institutionen und schafft neue Formen des Umgangs mit sterbenden und trauernden Menschen..."

Das zu lernen ist mir Ziel und Wunsch !